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Künstler- und Marketingagentur

Katharina Dickopf

Für junge Musiker zwischen Ausbildung und Karriere ist es oft schwer, einen sinnvollen, eigenständigen und vor allem persönlichen Weg zu finden. Nur wenige können zu diesem Zeitpunkt bereits ein greifbares Ziel für die ersten Jahre ihres Musikerdaseins manifestieren und noch seltener gelingt der frühe Aufbau eines fördernden Umfeldes und selbstständiger Projekte. Katharina Dickopf gehört zur Gruppe derer, denen es wie selbstverständlich gelang, diese wichtigen Schritte in ausgesprochen beeindruckenden Maße zu gehen. Neben der professionellen Ausbildung an einer renommierten Musikhochschule hat die junge Dirigentin längst zahlreiche Engagements erhalten, die ersten Erfahrungen mit den Großen ihres Fachs, wie z. B. Christian Thielemann, erlebt und ganz nebenbei eine eigene Musikervereinigung gegründet, die sich auf die Fahne geschrieben hat, der zeitgenössischen Musik mehr öffentlichen Raum zu geben. Zudem ist Katharina Dickopf eine intelligente und charmante Persönlichkeit mit einem beeindruckenden Charakter.

Dabei ist das Dirigieren nicht die einzige starke Kompetenz von Katharina Dickopf. Musik, Kunst und Regie – die gebürtige Berlinerin ist in vielen Richtungen künstlerisch unterwegs. Zu ihren Erfolgen am Pult zählen unter anderem Konzerte mit der Philharmonie Baden-Baden, der Järvi Academy Sinfonietta, den London Classical Soloists, sowie dem Kammerorchester Dippoldiswalde, das sie 2017/18 leitete. Als musikalische Assistentin arbeitete sie an den Landesbühnen Sachsen für die Produktion von Leoš Janáčeks Katja Kabanowa und assistierte am Theater

Heidelberg dem GMD Elias Grandy bei Charles Gounods Faust. Auch an der Staatsoperette und beim Universitätschor in Dresden war sie bereits als Assistentin tätig. Und eine überaus talentierte Malerin ist sie zweifellos auch, die gerne musikalische Themen mit poetischer Fantasie auf die Leinwand überträgt.

Ihren ersten Klavierunterricht erhielt Katharina Dickopf im Alter von sieben Jahren. 2013 dirigierte sie beim internationalen Musikfestival Heidelberger Frühling die Jugendgruppe des Festivals und erhielt im Folgejahr ein Klavierstipendium an der Musik- und Singschule Heidelberg. Zu dieser Zeit leitete sie zwei Amateurorchester und arbeitete mit Chören aus der Umgebung.

 

2015/16 studierte sie als Jungstudentin an der Musikhochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim Orchesterleitung bei Klaus Arp, Cosima Osthoff und Joongbae Jee. An der Hochschule für Musik in Dresden studierte sie von 2016 bis 2021 Orchesterdirigieren bei Ekkehard Klemm und Chorleitung bei Hans-Christoph Rademann. Im Rahmen ihres Studiums dirigierte sie Orchester wie die Robert Schumann Philharmonie Chemnitz, das Orchester des Theater Plauen/Zwickau, die Elbland Philharmonie Sachsen, die Erzgebirgische Philharmonie Aue, sowie das Hochschulsinfonieorchester der Musikhochschule in Dresden.

Termine

Konzert mit dem Sinfonieorchester der Hochschule
Konzertsaal der Hochschule für Musik, Dresden

30. Mai 2021 um 11:00 Uhr

Konzert mit der Erzgebirgische Philharmonie Aue
Konzertsaal der Hochschule für Musik, Dresden

17. Jun. 2021 um 19:30 Uhr

El Perro Andaluz – 6 Uraufführungen von Komponisten des Acantun Kollektivs
Zentralwerk Dresden

12. Jul. 2021

2019 nahm Katharina Dickopf an der Järvi Academy teil und bekam Anregungen von Leonid Grin, sowie von Neeme, Kristjan und Paavo Järvi. Weitere Inspiration erhielt sie von Jorma Panula und Omer Meier Wellber in Meisterkursen, sowie bei den Aurora Stockholm Masterclasses mit Jukka-Pekka Saraste und Johannes Gustavsson. Sie dirigierte in Konzerten bei Festivals wie dem Pablo Casals Festival, Aurora Music Festival und Pärnu Music Festival. 2020 übernahm sie die musikalische Leitung für Hänsel und Gretel an den Landesbühnen Sachsen.

Im darauffolgenden Jahr nahm sie an einem Meisterkurs mit Christian Thielemann, der seit kurzem Honorarprofessor an der Hochschule für Musik in Dresden ist, und der Staatskapelle Dresden teil. Erste Anfragen für Interviews und filmische Portraits erhielt sie bereits von verschiedenen Medienunternehmen.

Einen besonderen Stellenwert nimmt in Katharina Dickopfs Leben das Komponistenbündnis Acantun Kollektiv ein, das Sie ins Leben gerufen hat, um zusammen mit sechs Komponistinnen und Komponisten Konzertprogramme mit neuen Kompositionen zu entwickeln und mit verschiedenen Ensembles aufzuführen. Ein nahezu einzigartiges Projekt, dem ein Preis für zukunftsorientiertes Engagement in der Musik gebührt. Katharina Dickopf überlässt nichts dem Zufall und stellt mit ihrem Enthusiasmus die Weichen für eine erfolgreiche Karriere. Ohne Zweifel wird sie in Kürze eine gefragte Dirigentin an den Pulten der bedeutendsten Orchester der Welt sein.

Pressestimmen

"Dann folgte zweimal der dritte Satz (Jan Arvid Préel und Katharina Dickopf) aus Schumanns „Zweiter Symphonie“, später der zweite. Die einzige Frau unter den Teilnehmern erreichte mit ihren geschmeidigen, anmutigen Dirigierbewegungen ohne sensationelles Auftreten oder übertriebene Gesten und ohne extreme Kontraste zauberhafte Klangwirkungen und kam damit den Idealen der Staatskapelle mit ihrer spezifischen Klang- und Empfindungswelt sehr nahe. Sie hatte den Duktus dieses Satzes erfasst. Thielemann war mit dieser Klangentfaltung zufrieden und ergänzte hier und da noch ein wenig."

 

Ingrid Gerk in Onlinemerker, 20.3.2021, zu Meisterkurs mit Christian Thielemann

 

“Musikstudentin Katharina Dickopf inszeniert die Oper als hintersinnige Burleske. Sie verzichtet auf allzu riskante Aktualisierungen und lässt das Stück ganz für sich sprechen, führt dafür jedoch mit viel Humor den Dünkel der Adelswelt als possenhaftes Narrenstück vor. Es geht um Müßiggang in einer vom Überfluss gesättigten Welt, um das Verhältnis zu Kunst und Leben. Vielmehr braucht es auch nicht, um dem Stück Lebendigkeit zu verleihen.“

 

Nicole Czerwinka in Elbmargarita, Oktober 2018, zur Inszenierung der Kammeroper Leonce und Lena

„Die von Schwaen sehr rezitativisch geführte und von zu viel Melos ferngehaltene Männersphäre des Prinzen Leonce [...] und seines Vertrauten Valerio [...] wird von der Regisseurin Katharina Dickopf feinsinnig, auch mit motorischer Vitalität in Szene gesetzt.”

 

Roland H. Dippel in Neue Musikzeitung, 2018

“Die erst 18-jährige Katharina Dickopf begeisterte mit dem Janitscharen-Marsch aus Beethovens Schauspielmusik Die Ruinen aus Athen, ein Werk, das eher selten zu hören ist. Schon seit Gluck besaß man in Europa ein Faible für orientalische Klänge, denen auch Beethoven in diesem Stück Ausdruck verlieh. Und diese Begeisterung vermochte auch Dickopf zu vermitteln.“

 

Karin Heineke-Diez in Badener Tagblatt, 2016 

Fotos: (c) Sophie Notzon, Adrian Zendeh