Hans-Henning Ginzel

Hans-Henning Ginzel ist Cellist, Komponist und Dirigent. Vor allem zeichnet sich die musikalische Arbeit des Wahl-Münchners durch die Lust an der Vielschichtigkeit aus. Er verbindet Epochen, Stile und Instrumente, seine triumphale Karriere als Cello-Solist und Ensemble-Partner mit seiner universellen Kreativität als Komponist. In seinen Konzertprogrammen versucht er, die unendlichen Schichten der Cellowelten zu vermitteln, aber nicht unnahbar, sondern immer mit Kontakt zum Publikum.

Hans-Henning Ginzel unternimmt in seinen Soloprogrammen Weltreisen mit seinem Publikum und bietet eine spannende Bandbreite von Bach bis Britten, von spanischer Folklore bis zu den Klangwelten eines György Ligeti. Für verschiedene Anlässe wie Weihnachten, Karwoche oder Museumseröffnung ist er ideal eingestellt und trägt auch mit eigenen Werken und Improvisationen zur musikalischen Verfeinerung der Konzerte bei. Und natürlich: ein unterhaltsames Hollywood-Programm hat er auch im Gepäck. 

Einen Schwerpunkt legt Hans-Henning Ginzel auf zeitgenössische Musik, sowohl in der vielfältigen Literatur für sein Instrument, als auch in seinen eigenen Kompositionen. Sein Anliegen ist die Einstiegskarte zu den Welten der neuen Musik in verschiedenen Formaten für eine größere Zuhörerschaft. Die Vermittlung insbesondere dieser musikalischen Epoche hat ihm höchstes Lob und Anerkennung sowohl von der Presse wie auch von seinen Zuhörern eingebracht.

Hans-Henning Ginzel wurde in eine Musikerfamilie geboren und begann im Alter von vier Jahren mit dem Cellospiel, mit acht Jahren trat er erstmalig in einem öffentlichen Konzert auf. Seither konzertiert er in Kammermusikbesetzungen und solistisch national wie international. Sein Solo-Debüt gab er sechzehnjährig mit dem Stabat Mater von Knut Nystedt in München. Es folgten Auftritte mit den Cellokonzerten von Antoín Dvořák und Robert Schumann sowie Peter Tschaikovskys Variationen über ein Rokoko-Thema.

Sein Cello-Studium schloss Hans-Henning Ginzel in München bei Helmar Stiehler und in Madrid bei Iagoba Fanlo mit Bestnoten ab. Er absolvierte Meisterkurse u.a. bei Wolfgang Boettcher, Wen Sinn-Yang und Anner Bylsma, gewann nationale Instrumentalwettbewerbe und erhielt zahlreiche Stipendien und Förderpreise. Seine Kompositionsstudien beendete er in München bei Prof. Moritz Eggert und Prof. Jan Müller-Wieland ebenfalls mit Bestnoten. Teilnahmen an Meisterkursen bei Wolfgang Rihm, Hans Zender und Jörg Widmann folgten.

Hans-Henning Ginzel musiziert solo aber auch ebenso erfolgreich als Partner zahlreicher Musiker verschiedener Stilrichtungen. Eine ganz besondere musikalische Bindung prägt die Beziehung zu seinem Vater, der ebenfalls als Cellist außerordentlich erfolgreich ist und zusammen mit Ingolf Turban und Jürgen Weber im Deutschen Streichtrio spielt. Das aus der Vater-Sohn-Verbindung entstandene Ginzelduello punktet bei Auftritten nicht nur mit feinem und virtuosen Cellospiel sondern auch mit humoristischen Einlagen.

Termine

n.n.

xx. xxx. 2020 um xx:xx Uhr

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xx. xxx. 2020 um xx:xx Uhr

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xx. xxx. 2020 um xx:xx Uhr

Ebenso erfolgreich ist Hans-Henning Ginzel mit dem ArcisCelloQuartett: Vier Celli, vier junge Musiker und ein Ziel: Grenzenlose Freude durch Musik. Dabei fallen sie nicht nur durch ihre ganz eigenen Werke und Arrangements auf, sondern bestechen auch durch ihren einzigartigen und ausgesprochen harmonischen

Klang, ein eindrucksvolles Bassvolumen und virtuose Flexibilität. Hans-Henning Ginzel ist zudem musikalischer Leiter des ensemble hartmann21, das im Jahr 2017 gegründet wurde und damit eines der jüngsten Ensembles Münchens ist, das sich vornehmlich der Neuen Musik verschrieben hat.

Zu seinen Kammermusikpartnern gehören u. a. Markus Wolf, Moritz Eggert, Salome Kammer und Peter Eötvös. Er arbeitete mit Steve Reich, Helmut Lachenmann, Brigitta Muntendorf, Mark Andre,den Solisten des LOH-Orchesters sowie Michaela Haslam (Synergy Vocals) zusammen und spielte in verschiedenen Orchestern unter der Leitung von Kent Nagano, Herbert Blomstedt und Esa-Pekka Salonen. 2019 bestritt er seine dritte Tournee nach Asien. Diverse Engagements erhielt er bei Produktionen und Konzerten von musica viva, der Münchener Biennale und der Bayerischen Staatsoper sowie bei Fernseh- und Radioproduktionen u. a. von BR-Klassik und ARD-alpha. Mit seinem eigenen Cellokonzert Triptychon trat er in Italien auf, gefolgt von Konzerten in Spanien und Taiwan mit seiner Bearbeitung des Cellokonzertes in D-Dur von Joseph Haydn.

Als Komponist arbeitete Hans-Henning Ginzel mit dem Arditti Quartett, dem Pluralensemble (Madrid), der Nemian Dance Company (Mexicó) und dem Ensemble Avantgarde zusammen. Bedeutende Interpreten haben seine Musik (ur)aufgeführt: u. a. die Münchner Philharmoniker, das Tonkünstlerorchester Niederösterreich, Wolfgang Meyer, Ensemble Recherche, Holger Falk, Markus Bellheim und das Carmina Quartett.
 

Hans Henning Ginzel sagt selbst: „Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten, erkannte bereits einer der größten Philosophen der Antike, Aristoteles. Da ich den Begriff von „Freude“ recht offen auslege, spüre ich im Streben danach eine unwiderstehliche Kraft. Wenn Musik eine so umfangreiche Bedeutung beigemessen wird, dass zugleich

Herz und Verstand in solch großem Maße bewegt werden kann, dann habe ich als Künstler eine geradezu eminente Verantwortung, dieser auch gerecht zu werden. Alles andere wäre fahrlässig, würde dem Wesen der Musik entgegenstreben – und bedeutungslos sein.“

CD

Pressestimmen

"Der Cello-Ton Ginzels besitzt Kraft und Schönheit; sein Spiel ist stets gebändigt und bei aller Leidenschaft im Zugriff bleibt der Klang schlank und durchhörbar. Das differenzierte Vibrato ist nirgends aufdringlich."

 

Michael Hartmann

"Sein von absoluter Professionalität geprägtes Musizieren ist Ausdruck einer reifen Persönlichkeit, in der man den positiven Einfluss seiner weit über den eigenen Fachbereich hinausgehenden Interessen erkennt."

 

Martin Rasch

"...beeindruckend lebendige Bandbreiten-Lautstärke..."

 

Frankenpost

"...Ginzel schlug das Publikum mit dem warmen, satten Ton seines Mailänder Instruments von 1740 und seiner emotionsgeladenen Interpretation in seinen Bann."

 

Münchner Merkur

 

"...ein ganz eigenes musikalisches und solistisches Highlight."

 

Neue Presse Coburg

"... mit Elan und schönem Klang geht Ginzel die beiden schwergewichtigen Sonaten von Schostakowitsch und Franck an."

 

Fono Forum, September 2020 zur CD Impression / Expression

Impression / Expression  - Werke von Schostakowitsch, Ginzel, Franck, mit Antoniya Yordanova

2019

Music Records

Fotos: (c) Michael Holzinger & David Scharfenberg, Christof Stache

© 2020 by Mark Linden

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