Andrea Vivanet

Der in Italien geborene und in Paris lebende Pianist Andrea Vivanet wird bereits jetzt zu den größten Talenten unserer Zeit gerechnet. Sein Spiel ist virtuos, pointiert und niemals aufgesetzt. Der Musikwelt machte Andrea Vivanet 2019 ein lange ersehntes Geschenk mit der außergewöhnlichen Aufnahme der Klavierwerke von Karol Szymanowski, dem zu wenig beachteten polnischen Spätimpressionisten. Von allen Seiten wurde diese Einspielung mit höchsten Ehren gelobt. So schrieb Christoph Schlüren: "Eine grandiose CD, geradezu ein Vermächtnis. Nun bin ich sehr gespannt, was uns Andrea Vivanet als Nächstes präsentieren wird, und hoffe, dass wir ihn schon bald an wichtigen Orten im deutschsprachigen Raum in Konzerten hören werden."

Auch die zuvor eingespielten Bilder einer Ausstellung von Modest Mussorgski wurden begeistert gefeiert und ließen Andrea Vivanet zu einem wichtigen Spezialisten osteuropäischer bzw. russischer Komponisten avancieren. Die demnächst

veröffentlichten Preludes von Dmitri Schostakowitsch werden daher mit großer Spannung und Vorfreude erwartet. Darüber hinaus ist Andrea Vivanet selbstverständlich auch in der weitgefächerten Welt der Klavier-Klassiker und der Musik des 20. Jahrhunderts zu Hause.

Termine

Andrea Vivanet wurde in Cagliari, Italien, geboren und begann im Alter von 8 Jahren mit dem Klavierspiel. Er startete sein Studium am Conservatorio di Musica Giovanni Pierluigi da Palestrina in Cagliari. Mit 13 Jahren spielte er Mozarts Klavierkonzert KV 414 mit dem Orchester des Opernhauses von Cagliari und gewann den 1. Preis beim Klavierwettbewerb Giovanni Battista Pergolesi.

Weitere Studien führten ihn zu Christa Bützberger und Marina Rossi an das Conservatorio di Musica Girolamo Frescobaldi in Ferrara, wo er nach dem Besuch der alle drei Jahre stattfindenden Masterclass Ars et Labour in Klavier- und Kammermusik mit Auszeichnung abschloss.

Anschließend studierte er in Ungarn bei Balázs Szokolay und István Lantos an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest, wo er den Master mit Auszeichnung im Klavierspiel erhielt. Dort besuchte er auch die Kurse von Miklós Perényi, András Keller, Gábor Csalog, Géza Hargitai und Ferenc Rados und nahm an Meisterkursen von Franco Rossi, Mikhail Voskresenky und Paul Badura Skoda teil.

Im Oktober 2014 wurde Andrea Vivanet beim Internationalen Musikwettbewerb in Osaka mit dem 3. Preis ausgezeichnet. Als Solist oder in Kammermusikensembles tourte er durch Italien sowie Dänemark, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Georgien und Russland. 2016 veröffentlichte er sein erstes Album mit Werken von Ravel und Tschaikowsky, das bereits in Dänemark, Kasachstan und Russland im Rundfunk ausgestrahlt wurde. Ein zweites Album für das Label Centaur Records folgte mit Werken von Bartók und Mussorgski.

Andrea Vivanet bietet seinem Publikum abwechslungsreiche und unterhaltsame Konzertprogramme, die weder höchste Virtuosität noch subtile Gestaltung vermissen lassen. Besonders bewundert werden seine Interpretationen osteuropäischer und russischer Komponisten wie Chopin, Tschaikowsky, Mussorgski, Rachmaninoff und Schostakowitsch. Ebenso begeistert er mit Repertoire des 20. Jahrhundert mit den Werken von Szymanowski, Bartók oder Ravel. Musik von Sweelinck, C. P. E. Bach, Haydn oder Beethoven erweitert seine Programme mit Kompositionen der Klassiker.

Andrea Vivanet ist ein junges Talent, das zu Recht darauf wartet, die deutschen Konzerthäuser im Sturm zu erobern. Kaum ein Pianist unserer Tage wird ein derart aufregendes und für viele neu zu entdeckendes Programm mit solcher Ausdrucksstärke und virtuoser Leichtigkeit präsentieren können. Andrea Vivanet freut sich auf ein Publikum, das ihn live ebenso lieben und bewundern wird, wie seine bereits veröffentlichten Aufnahmen.

Pressestimmen

„Einen exakter den Buchstaben des Komponisten umsetzenden Gestalter als Vivanet dürfte man kaum finden, und zugleich ist alles erfüllt von einer bewussten Musikalität, wie dies äußerst selten ist. Selbst die kleinsten Nebenstimmen inmitten des figurativen, bassmächtigen Tumults, die raffiniertesten Abschattierungen und Phrasierungs-Subtilitäten aller polyphon involvierten Abläufe, alles ist durchgearbeitet, und nichts läge dabei ferner als akademisches Gebaren. Es wirkt überwältigend spontan, obgleich nichts dem Zufall überlassen ist. Und in allen Stimmen ist Gesang, in den wechselnden Schwerpunktgebungen weitestgehend unabhängig von der Metrik. Andrea Vivanet ist bei aller Clarté der Struktur ein herausragender Klangästhet, doch nie gerät es in die Nähe künstlichen Manierismus’.“

 

Christop Schlüren in klassik-heute.de 2019 zur CD Szymanowksi

 

"Der italienische Pianist Andrea Vivanet spielt mit großem Können sowie viel viel Engagement und Gespür für die besonderen Klangwelten der in sein Programm aufgenommenen Stücke."

 

Pizzicato 2019 zur CD Szymanowski

"Andrea Vivanet spielt diese Musik mit exorbitanter Beherrschung aller Feinheiten, einem äußerst wandlungsfähigen, stets wunderbaren Ton, einer unwiderstehlich leidenschaftlichen Liebe ohne exzessive Entgleisungen, und durchdringt auch die komplexesten Harmonien an den Grenzen der Tonalität mit klar strukturierendem Sinn und macht so das Hören dieser Kompositionen zu einem erlesenen und auf alles Weitere von Szymanowski neugierig machenden Erlebnis. Wahrscheinlich hat in den letzten Jahrzehnten diese Werke keiner so meisterhaft vorgetragen."

 

Ulrich Hermann in The New Listener 2019 zur CD Szymanowksi

"Andrea ist ein sehr leidenschaftlicher Musiker und Pianist mit großer Sensibilität und technischem Vermögen."

 

Mikhail Voskresenky

n.n.

xx. xxx. 2020 um xx:xx Uhr

n.n.

xx. xxx. 2020 um xx:xx Uhr

CD

Erscheint demnächst: Werke von Dmitri Schostakowitsch

2020

Aldilà Records

Szymanowki: Klavierwerke

2019

Naxos 8.551401

Bartók und Mussorgski (Bilder einer Ausstellung)

2018

Centaur CRC3688

Ravel und Tschaikowski

2017

Sheva

Foto: (c) Philippe Maeder

© 2020 by Mark Linden

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