Ana Topalovic

Ana Topalovic ist Allroundkünstlerin; ihr Instrument, das Cello, immer im Zentrum des Augenblicks. Ihr einzigartiges Repertoire reicht von der klassischen Solocellistin und Kammermusikpartnerin bis hin zu Aufführungen ihrer eigenen Projekte und Kompositionen. Ana Topalovic hat Lust auf neue Konzepte und sucht nach musikalischen Schnittstellen zu anderen Denk- und Kunstrichtungen. Ihr sensationelles Solo-Programm MULTICELLO ist neu, vielschichtig, anspruchsvoll und in höchstem Maße unterhaltsam.

 

Dabei ist die mit höchsten Preisen ausgezeichnete Cellistin zwar ein bezauberndes aber kein unbekanntes Gesicht auf der internationalen Bühne. Sie begeisterte ihre Hörer bereits in allen renommierten Konzerthäusern dieser Welt, wie dem Wiener Konzerthaus, dem Wiener Musikverein, den Salzburger Festspielen, dem Berliner Konzerthaus, der Carnegie Hall und dem Tokyo Opera City House. Man konnte sie bisher erleben neben so illustren Künstlern wie Daniel Barenboim, Yakov Kreizberg, Julian Rachlin und Maxim Vengerov und besonders sinnlich als Teil des Rojotango Ensembles für das Tango Projekt des Weltstars Erwin Schrott.

 

Presse und Publikum überschlagen sich mit Lobeshymnen über die vielseitige Künstlerin: „Herausragende Kantabilität...eine neu dimensionierte Intensität. Wunderschön!“ schreibt die Wiener Zeitung. Connaisseurs sprechen von ihrem magischen Können, ihrer musikalischen Selbstverständlichkeit und Klangfreude und besonders von ihrem Humor, der nicht nur ihre Persönlichkeit auszeichnet, sondern auch in ihren musikalischen Darbietungen zu hören ist.

Bemerkenswerte Engagements und Projekte führten Ana Topalovic in den letzten Jahren mit renommierten internationalen Künstlern zusammen. Neben dem bereits erwähnten Rojotango Ensemble tourte sie mit dem Janoska Ensemble (Jazz und Crossover) 2015 durch China. Als gefragte Cellistin ist sie in zahlreichen Formationen aktiv: im Duo Zadory-Topalovic mit der Violinistin Édua Zádory, als Mitglied des Trios Frizzante und des Green Thing Ensemble GTE, das sich als Kammermusik-Gruppe auf Neue Musik von lebenden Komponisten und selten zu hörenden Klassikern des 20. Jahr-hunderts spezialisiert hat. Außerdem ist sie in zahlreichen Rezitalen mit Klavier, als Cello&Piano mit dem Pianisten Pierre Doueihi, mit der Tänzerin Rosalie Wanka und zuletzt im Duo ARCORD mit dem Akkordeonisten Nikola Djoric zu hören.

Durch ihre intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik entstanden bisher Kollaborationen mit renommierten Komponisten des 21. Jahrhunderts wie Thomas Larcher, Friedrich Cerha, Johanna Doderer, Gabriele Proy, René Clemencic, Georg Friedrich Haas oder Gerald Resch.

 

Im Januar 2019 hat Ana Topalovic Die Tochter des Mondes (für Cello und Orchester) unter der Führung des Dirigenten Ilmar Lapinsch im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins uraufgeführt. Das Stück wurde von Aleksandar Sedlar speziell für diesen Anlass geschrieben.

Ana Topalovic wurde 1981 in Belgrad, Serbien geboren und lebt seit 1999 in Wien. Klavier- und Cellounterricht erhielt sie bereits in sehr jungen Jahren. Mit 17 begann sie das Konzertfach-Studium am Konservatorium der Stadt Wien bei Jontscho Bayrov. Danach studierte sie bei Maria Kliegel an der Hochschule für Musik in Köln und absolvierte 2011 das Masterstudium am Konservatorium Wien Privatuniversität bei Martin

Termine

Kaiserhaus Baden
Beethovens Haushälterin

5. Sep 2020 um 18:00

Budapest
Beethovens Haushälterin

12. Nov 2020 um 19:30

n.n.

xx. xxx. 2020 um xx:xx Uhr

Hornstein und Lilia Schulz-Bayrova. Ein Jahr später gewann sie den 20. IBLA Grand Prize Wettbewerb in Ragusa, Italien und den Sonderpreis für die Interpretation von P. Vasks Das Buch. Es folgte die erste Konzerttournee in den USA, wo

sie 2012 auch ihr Debüt in der Carnegie Hall gab. The Sound Word Sight Magazine beschrieb ihre Musik mit den Worten "...exceptional and beautiful!“

Ana Topalovic spielt auf einem Cello von R. und A. Gagliano aus 1815.

Ana Topalovics musikalische Persönlichkeit wird besonders in den eigenen Kompositionen hörbar: TwoSerbian Melodies für Violoncello und Klavier (Uraufführung in Bukarest und Live-Mitschnitt für Radio Romania, 2013), Reflections für Violoncello und Stimme (Uraufführung Carnegie Weil Hall, NY, 2012) und Reflections II (Uraufführung in Wien, 2015). „Ich hatte immer das Bedürfnis, weitere und neue Möglichkeiten des Cello-Sounds selbst zu entdecken. Mein Gefühl sagt mir, dass das Potential des Cellos grenzenlos ist“, sagt die Komponistin.

MULTICELLO

Wenn ein einziges Cello zum Orchester wird.

Multicello ist Anas neuestes Projekt. Mit ihrer breit gefächerten Technik und dem neuesten Audio-Equipment entwirft sie in ihren live-Performances Schicht um Schicht immersive Sound-Welten. Ana definiert damit die musikalische Sprache des Cellos neu: ihre bahnbrechenden Experimente mit dem Möglichkeiten des Instruments sind ebenso modern wie zeitlos. Ihre Klanglandschaften sind ätherisch-erhaben, manchmal bizarr oder meditativ, aber immer berührend durch ihre Ehrlichkeit. Das Projekt wird durch die Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert.

Hier ein Ausschnitt aus ihrem Programm MULTICELLO.

Mitgeschnitten am 11. August 2020 bei den Augarten Serenaden:

CD

(Auswahl)

ARCORD mit Ana Topalovic, Nikola Djoric

2016

Orlando Records OR0023

DAN_CE_LLO
ist ein Duo der besonderen Art: zwei Ausnahme-Künstlerinnen – Rosalie Wanka und Ana Topalovic – kommen aus zwei Sparten zusammen, die sich normalerweise nicht als Duo präsentieren: Tanz und Cello. In ihrer Kunst treten sie in Dialog und befruchten sich gegenseitig mit Ideen, Arbeitsweisen, Perspektiven aber vor allem in Aktion, wenn Ana plötzlich neue Interpretationen von schon oft gespielten Stücken einfallen und Rosalie durch Anas Musik ganz neue Bewegungsformen findet.
Es ist der Aspekt der Improvisation der diesem Duo den besonderen Atem einhaucht und sich in einer tiefen Verbindung, einem genuinen ‘miteinander schwingen’ niederschlägt.
Improvisation im Tanz, in der Musik, aber vor allem im reagieren aufeinander. So entsteht eine erfrischende konzertante Performance die nicht die Ambition hat sich in eine Narrative zu begeben, sondern ganz dem Wesen dieser seit Menschengedenken praktizierten Verbindung von Tanz und Musik gewidmet ist.

Pressestimmen

CELLIPHONIA - Werke von Daniele Corsi, Sofia Gubaidulina, Isang Yun, Calin Ioachimescu, Federico Placidi

2015

MOSAIQUE - mit Mihaela Ursuleasa und Pierre Doueihi, Werke von Schumann, Stravinsky, Barber & Piazzolla

2014

„Herausragende Kantabilität...eine neu dimensionierte Intensität."

Wiener Zeitung

 

„Dass die österreichisch-serbische Cellistin Ana Topalovic sich nie mit dem üblichen Repertoirekanon zufrieden gibt, zeigt ihr Engagement in verschiedenen Formationen (vom Duo Zadory-Topalovic bis zum zeitgenössischen Green Thing Ensemble GTE), aber auch ihre Solokarriere: Hier werden neue Wege hörbar. So entstand neben weltweiten Engagements und dem Aufbau des Begegnungsfestivals Treffpunkt: Kunst ein diskographisches Projekt, das den Blick auf neue Cellomusik vom Feinsten freilegt...Wunderschön!“

 

Wiener Zeitung, 24. Februar 2016

 

"…Zu Gast waren Ana Topalovic (Violoncello) und Pierre Doueihi (Klavier). Die Cellistin präsentierte sich zu Beginn mit vier Sätzen aus der C-Dur Suite für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach. Bereits hier wurde deutlich, welch hervorragende Musikerin die in Wien lebende Cellistin ist. Weicher und doch kräftiger Bogenansatz, schlanker, gleichmäßiger Ton von höchster Präzision waren Hauptmerkmale der unprätentiös auftretenden Solistin…Ana Topalovic zeigte in Mimik und mit ihrer Körpersprache, was der Komponist, was auch sie mit der Musik ausdrücken will. Das alles wirkte unpathetisch, unausgesetzt - ihr Körper spiegelte einfach nur die Musik. Mit Beginn des ersten Satzes (Sonate für Cello und Klavier in g-Moll von Sergei Rachmaninov) bereits, einem dunkel gefärbten Thema voller Geheimnisse, umgarnt von kapriziösen Tonfolgen am Klavier, nahmen die Musiker das Publikum mit auf eine Reise zurück in die Hochzeit der Romantik. Das Cello ausdrucksstark, hinreißend schmachtend und doch jeden einzelnen Ton präzise freigebend - es ist Ana Topalovic zu verdanken, dass Perfektion sich mit Gefühl verbinden konnte."

 

Augsburger Allgemeine, 21. Mai 2017

 

"Alles Tango? Dahinter verbergen sich so viele Gesichter: Poesie, Kraft, Leidenschaft, Hingabe und Kontrolle, um nur einige zu nennen. Nicht zu vergessen die Schwermut, die über allem schwebt, selbst über Heiterem, wie es in Beethovens Variationen über Bei Männern, welche

Liebe fühlen hörbar wird. Versteht man unter Tango über das rein Musikalische hinaus noch die vermutlich sinnlichste Form der Zweisamkeit, so muss die anfänglich aufgeworfene Frage mit einem klaren Ja beantwortet werden. Ana Topalovics und Nikola Djorics Kunst vereint zu gleichen Teilen Harmonie und Spannung; die beiden Interpreten, oder besser gesagt ihre Instrumente verschmelzen miteinander und ergänzen sich auf das Vortrefflichste, sie begegnen sich in einer innigen Umarmung. Wunderbar!"

 

Klassik Heute zu: Duo Arcord, 24. April 2016

Fotos: (c) Ionut Macri

© 2020 by Mark Linden

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